Als sich Maria ihrer Berufung immer deutlicher klar wurde, betet sie in ihrer Freude das „Magnificat“ (Lk 1,46-55). Sie bringt in diesem Jubelruf zum Ausdruck, dass Gott letzten Endes die Gerechtigkeit herbeiführen wird, nach der wir uns alle so sehr sehnen.

Darauf zu vertrauen, dass Gott Herr der Geschichte ist und sein Volk durch die Zeiten behütet, ist die große Herausforderung im Glauben. Denn unsere Erfahrung legt oft einen anderen Schluss nahe. Doch gerade Hoffnungslosigkeit und Zynismus rauben uns die Kraft, die wir brauchen, um eine schwierige Situation zu verbessern.

Gott, deine Wege wirken auf mich immer wieder verschlossen. Und doch vertraue ich trotz allem darauf, dass du weißt, was du tust. Du bist Gott. Du allein. Und auch wenn es in dieser Welt und der Kirche Kräfte gibt, die sich dir widersetzen, kann sich doch niemand an deine Stelle setzen; so sehr es manche auch versuchen.

Herr, tue alles dazu, dass deine Gerechtigkeit hergestellt wird. Zerstreue, die im Herzen voll Hochmut sind und erhöhe die Niedrigen. Darum bitte ich durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.